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  • Sozialgericht stärkt die Rechte von Schmerzpatienten. Danach hat ein Schmerzpatient das Recht in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden, er muß also nicht irgendeine der sonst üblicherweise angebotenen Rehabilitationen akzeptieren sondern kann unter Hinweis auf das Urteil gleich Widerspruch einlegen. Hier gelangen Sie zu dem Urteil (dieses gilt sinngemäß natürlich nicht nur für die Rentenversicherungen sondern auch für Krankenkassen), das mittlerweile rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik

 

 

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www.norderney-insel-hotel.de/norderney-hotel
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HWS-SCHMERZEN
Schmerzen der HWS, im HWS-Bereich, in der HWS-Region

Der Begriff "HWS" ist eine gebräuchliche Abkürzung für die Hals wirbelsäule. Als HWS -Synd rom bezeichnet man Beschwerden, die von der Hal s wirbelsäule ausgehen oder den HWS -Bereich bzw. die HWS-Region betreffen.
Die Halswi rbelsäule ist der oberste und beweglichste Wirbelsäulenabschnitt.

 

Die HWS besteht aus Atlas, Axis und weiteren 5 Wirbeln (Vertebrae cervicales). Sie weist eine natürliche Lordose (= nach vorn gerichtete Krümmung) auf.
                                    Röntgenbild der HW S

Bei akuten (= plötzlich einsetzenden, heftigen) HWS-Schmerzen überwiegen myofasziale (= Muskeln und deren bindegewebige Hülle betreffende) Ursachen, meist verursacht durch Verletzungen von Muskel - und Bandstrukturen.
Chronische HWS-Schmerzen hingegen sind hauptsächlich Folge von Irritationen / Störungen der Bandscheiben oder Zwischenwirbel gelenke.

Auflistung vertebragener (= wirbelsäulenbedingter) Ursachen für Schmerzen in der HWS-Region:

Degenerative Veränderungen (= durch Abnutzung hervorgerufen)
        - Bandscheibenschäden (Bandscheibenvorwölbung, Bandscheibenvorfall)
        - ligamentäre Insuffizienz
(= Funktionsstörung von Haltebändern)
        - Störung der gelenkigen Wirbelverbindungen
        - knöcherne Veränderungen (Randzacken, Knochenwulste usw.)
Mißbildungen
        - angeborene (z.B. Spina bifida, Blockwirbel, Keilwirbel)
        - Wachstumsstörung (z.B. Skoliose, Morbus Scheuermann)
Entzündliche Erkrankungen
        - Rheumatischer Formenkreis (z.B. Polymyalgia, Morbus Bechterew)
        - Infektionserkrankungen (Spondylitis z.B. durch Tbc, Staphylokokken)
Generalisierte Skeletterkrankungen
        - (z.B. Osteoporose, Osteomalazie)
Tumoren der Wir belsäule
        - Primärtumoren (hauptsächlich Plasmozytom)
        - Metastasen
Traumen
(= Verletzungen) ((z.B. Frakturen, Schleudertrauma (Beschleunigungstrauma, Peitschenschlagsynd rom)) der HWS)
Defekte, nicht verletzungsbedingte (z.B. Spondylolyse, Spondylolisthesis)

Als HWS -Synd rom bezeichnet man häufiger auch die sog. Zervikobrachialgie. Das Zervikobrachialsynd rom (Zervi kobrachialgie) ist ein Sammelbegriff für Störungen verschiedenster Ursachen im Bereich des Halses, des Schulter gürtels und der Arme (siehe unten). 

Die mit Abstand häufigste Ursache für HWS-Schmerzen sind Störungen im Bereich der gelenkigen Wirbelverbindungen, die sog. "Wir belblockierungen". In der Regel klagen die Patienten über
Nacken sch merzen, die in die Schulter n, manchmal bis in die Arme und/oder auch in den Hinterkopf (z.T. bis zur Stirn) ausstrahlen können. Meist ist die Muskulatur neben der Wirbelsäule verhärtet, häufig verbunden mit einer sch merzhaft eingeschränkten Kopfbeweglichkeit. Vielfach besteht auch Klopfsch merzhaftigkeit über den Dornfortsätzen der Hals wirbelsäule

Bandscheibenvorfälle betreffen hauptsächlich die Lendenwirbelsäule, viel seltener den Halsbereich.

Zum Ausschluß eines die Nervenwurzel n betreffendes Krankheitsgeschehens (radikuläre Synd rome), bedarf es immer einer fachlichen Abklärung (Neurologie, Radiologie). 

Heftigste HWS-Schmerzen mit
Muskel hartspann und dadurch erzwungener Fehlhaltung (Schiefhals) werden als „akuter Tortikollis“ bezeichnet. 

In Abhängigkeit von der Höhe der Störung unterscheidet man HWS-Schmerzen bzw. das HWS-Syn drom in:

  1. Oberes HWS-Syn drom
    Die typischen Krankheitszeichen sind in der Literatur unterschiedlich dargestellt
    (Kügelgen et Hillemacher 1989, Kocher et al. 1980, Dahmen et al. 1985). Gemeinsames Merkmal sind S
    ch merzen im Nacken mit Ausstrahlung nach oben in den Kopf, da sich die Störungen überwiegend auf die Nervenwurzel des 2. Halswirbels konzentrieren. Die Sch merz einstrahlung in den Hinterkopf, teilweise auch bis zur Stirnregion ziehend, führt häufig zur Diagnose eines zervikogene n oder vertebragene n (= wirbelsäule nbedingten) Kopfsch merz es. 
    Inwieweit die HWS-spezifische "Unkovertebralarthrose"
    (= Erkrankung des „Halbgelenks“ zwischen zwei Wirbelkörpern) über eine Einengung der Wirbelsäulenschlagader (A. vertebralis) im Foramen intervertebrale (= Zwischenwirbelloch) ein zervi ko-k ephales (= Hals und
    Kopf betreffendes) Krankheitsbild verursachen kann, ist noch nicht endgültig geklärt.

  2. Mittleres Syn drom der HWS: 
    Typische
    S
    ch merzen treten im Bereich der Halswirbel 3, 4, 5 auf und strahlen in die Schulter blätter, auch bis über die Schulter aus. 
    Beim radikulären Synd
    rom (= Krankheitszeichen infolge einer Nervenstörung, Nervenschädigung) treten Störungen der Nervenfunktion in Form von herabgesetzter Empfindung und/oder Lähmungen von Schulter blatt
    muskeln (z.B. M. levator scapulae) auf. 
    Ganz selten kommt es auch zu Zwerchfellähmung
    (Thoden 1987). Beim radikulären Synd rom der Nerven wurzel des 5. Halswirbels ist der M. biceps brachii (= 2köpfiger Oberarm
    muskel) betroffen.

  3. Unteres Syn drom der HWS
    Da die
    Nervenwurzel n des 6. bis 8. Halswirbels und des 1.
    Brust wirbels betroffen sind, können Beschwerden in den in den Schulter / Arm bereich bis in den Klein finger ausstrahlen. 
    Meist wird dieser S
    ch merzzustand mit „Zervikobrachialgie" (siehe oben) bezeichnet, obwohl streng genommen das Zervikobrachialsynd rom mit einer radikulären Symptomatik (= Krankheitszeichen infolge einer Nervenschädigung, -störung) einhergeht (Debrunner 1988). Die pseudorad ikuläre (= auf einen scheinbaren Nervenschäden zurückzuführende) Ausstrahlung in die Arme fällt noch unter den Begriff "Zervikalsynd rom". 
    Bei Störung der
    Nerven wurzel des 1. Brustwirbels kann sich ein Horner-Synd rom (= Augenlidsenkung, Verengung der Pupille, Zurücksinken des Augapfels) ausbilden (Thoden 1987).

Medikamentöse Sch merztherapie (MST):
Akut
(= plötzlich einsetzend, heftig) und subakut (= eher schleichend verlaufend) können bei HWS-Schmerzen zunächst (vorwiegend) peripher wirkende Analgetika (= Schmerzmitte l, die am Ort der Schm erzentstehung wirken) eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika (= Rheuma mittel), aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende wie z.B. Mobec®. Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®) oder Etoricoxib (Arcoxia®), allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren s
ch merzhaften Muskel verspannungen können darüber hinaus auch Muskel relaxanzien (= Mittel zur Muskelentspannung) (z.B. Norflex®, Mydocalm®) verordnet werden. 
Manchmal sind aber die S
ch merz zustände nur mit zentralwirkenden Analgetika (z.B. Tramadol, Valoron N®) (= im Gehirn bzw. Rücken mark wirkende Schmer zmittel) beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch bei diesen S
ch merzen eine längerfristige Sch merzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar Sch merzmittelabhängigkeit vermieden werden. 
Die Kombination mit s
ch merzdistanzierenden Antidepressiva (= Mittel gegen Depression, u.a. aber auch bei chronischen Sch merzen wirksam) (z.B. Doxepin, Maprotilin) hilft in vielen Fällen Sch merzmittel einzusparen.

Therapeutische Lokalanästhesie (TLA) (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel)
Bei anhaltenden Sch
merzen sollten rechtzeitig alternative Methoden eingesetzt werden. Eine sehr wirksame Alternative, ohne jedes Gewöhnungs- oder Suchtpotential, ist die therapeutische Lokalanästhesie mit einem langwirkenden örtlichen Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain) in Form von örtlichen Betäubungen und Nervenblockaden.

Infiltrative Lokalanästhesie bei HWS-Schmerzen:

  • Die einfachste diesbezügliche Therapie besteht in der örtlichen Infiltration der meist verspannten, an die Wirbelsäule angrenzenden Muskulatur. Je nach segmentaler Ausdehnung reichen ca. 5-10 ml Bupivacain 0,25% bis 0,5% völlig aus. 

  • Eine weitere Möglichkeit ist die gezielte Infiltration von Triggerpunkten (= kleine Reizzonen hpts. in der Muskulatur) nach vorheriger Identifizierung derselben.

Periphere temporäre (= oberflächliche, zeitlich begrenzte) Nervenblockaden bei HWS-Schmerzen (chronische):

  • Gegen Sch merz ausstrahlungen in den Hinterkopf wirken wiederholte Betäubungen der Nn. occipitales (= Ner ven am Hinterkopf). Bei einseitiger Dominanz auch kontinuierlich mittels Katheter* möglich.

  • Sch merzausstrahlungen in Schulter / Arm, wie sie beim unteren HWS-Synd rom bzw. bei der Zervikobrachialgie in typischer Weise vorkommen, sprechen zufriedenstellend auf die wiederholte hohe Blockade des Plexus brachialis (= Betäubung des Armnervengeflechts im seitlichen Halsbereich) nach Winnie an. Technisch risikoärmer und oft besser wirksam ist jedoch die kontinuierliche, retrograd hohe Plexus brachialis-Blockade mit Katheter (*siehe unten).
    Zur Sch
    merzbehandlung kann auch die interskalenäre (= zwischen Muske ln im seitlichen, unteren Halsbereich) Blockade des Plexus brachialis (auch kontinuierlich mit Katheter) durchgeführt werden, allerdings ist diese Methode mit einem etwas größeren Risiko behaftet.

Physikalische Therapie
Auch die Elektrostimulation kann bei bei S
ch merzen der HWS eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Die transkutane Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator über Klebeelektroden (TENS) hat den Vorteil, daß sich die Patienten bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden paarig neben der Halswi rbelsäule aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert werden. Auch eine sog. Hochtontherapie kann sehr hilfreich sein.
Eine weitere physikalische Behandlungsmöglichkeit die oberflächliche Kältetherapie in der HWS-Region. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist. 
Manche Patienten mit HWS-Schmerzen
empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen (Rotlicht) als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls einen Ha lswirbelsäulensch merz lindern. 
Die Verordnung von Massagen ist auch bei HW
S-Sch merzen
nicht sinnvoll. Für den Patient mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber unter sch merztherapeutischem Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen Kosten.
Nahezu unverzichtbar hingegen ist die heilgymnastische Therapie, da meist nur diese geeignet ist, einen ärztlichen Behandlungserfolg zu sichern und längerfristig zu stabilisieren. Dabei gilt es, die Muskeln neben der Halswi rbelsäule zu trainieren, da auf Dauer nur eine kräftige/suffiziente Muskulatur eine statische und dynamische Schwäche des Achsenorgans kompensieren kann. 
Besonders bei akuten Blockierungen hat die manuelle Therapie (Chirotherapie) durchaus gute Erfolge aufzuweisen. 
Bei s
ch merzhaften degenerativen (= durch Abnützung hervorgerufenen) Veränderungen der Wirbelsäule wird auch eine Röntgenbestrahlung (Thomalske 1991) und die Magnetfeldtherapie (pulsierende Signaltherapie) empfohlen.

Andere Therapiemaßnahmen bei HWS-Schmerzen: 
Der Vollständigkeit halber darf die Akupunktur nicht unerwähnt bleiben. 
Wichtig sind individuelle Instruktionen zur richtigen Haltung und Vermeidung von übermäßigen Wi
rbelsäulenbelastungen (funktionelle Ergotherapie). Darüber hinaus ist anzustreben, daß die betroffenen Patienten Übungen zur Lockerung der Mus kulatur erlernen. 
Die Verordnung von Hilfsmitteln wie z.B. Schanzsche Krawatte sollten dem Orthopäden vorbehalten sein. 
Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde) Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson sind bei HW S-Sch merzen eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie, da auch sie zu einer muskulären Entspannung führen, ebenso Biofeedback (= Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer Signale). Psychotherapeutische Interventionen können bei ausgeprägten "psychosomatischen S
ch merzen" angezeigt sein, da auch verdrängte Konflikte muskuläre Verspannungen und Sch merzen verstärken können.

Bestehen chronische HW S-Sch merzen längerfristig, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.

Erläuterungen:

*   Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird der dünne Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner ven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig sch merzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Sch merzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die sch merzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, dass bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert (Sympathikolyse). Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Sch merzen, die durch entzündliche, oder auch degenerative (= abnutzungsbedingte) Prozesse entstanden sind, hilfreich ist. Eine gute Durchblutung optimiert auch den Stoffwechsel eines gestörten oder geschädigten Nervs. Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche, intensive, längerfristige Blockadebehandlung auch das sog. Sch merz gedächtnis zu löschen.  

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Aktualisiert: k u 20.03.2006
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aktualisiert: >17.03.2006</> k u  www.hws-schmerzen.de   <strong>HWS-Schmerzen</strong>
<strong>Schmerzen der HWS</strong>  <strong>Schmerzen im HWS-Bereich</strong> <strong>Schmerzen in der HWS-Region</strong>

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